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Bildungswerk des Frauenbundes wird 40 Jahre26.01.2017 - 19:14

Pressemitteilung
Jubiläum: Bildungswerk des Frauenbundes wird 40 Jahre
Stets innovative Angebote entwickelt/Hauptzielgruppe: ehrenamtlich engagierte Frauen
München, 24.01.2017 - Das Bildungswerk des Bayerischen Landesverbandes des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) wird in diesem Jahr 40 Jahre. Wichtiges Anliegen bei der Gründung des Bildungswerkes war, offene Erwachse-nenbildung speziell für Frauen zu erschwinglichen Preisen anbieten zu können. „Heute nutzen vor allem Führungskräfte von Verbänden und Mittagsbetreuerin-nen und Trauerbegleiterinnen die Seminare. Das Bildungswerk hat sein Angebot im Laufe der Jahre immer innovativ weiter entwickelt“, so die Vorsitzende Wal-burga Wittmann.
In den siebziger Jahren gab es einen Neuaufbruch in der Erwachsenenbildung. „Die damalige Landesvorsitzende Herta Pfister kurbelte die Bildungsarbeit des Frauenbundes in Bayern an und richtete ein Planungsteam ein, das mit der strategischen Planung der Bildungsarbeit beauftragt wurde. Sie sorgte für eine intensive Vernetzung der Bildungs-aufgaben im damals stark wachsenden KDFB“, blickt Wittmann zurück.
Das Bildungswerk des KDFB Bayern wurde dann im Jahr 1977 gegründet, um die staat-lichen Fördergelder für Erwachsenenbildung auch im Frauenbund nutzen zu können. „Dadurch und durch den Zuschuss des Frauenbundes kann das Bildungswerk seit vier Jahrzehnten Fortbildungen und Schulungen zu Preisen anbieten, die konkurrenzlos sind. Ich betrachte das als einen wichtigen Beitrag zur Frauenförderung. Vor allem zu Grün-dungszeiten des Bildungswerkes war das wichtig für Frauen. So konnten sie diese An-gebote wahrnehmen, auch wenn sie über kein oder nur ein geringes eigenes Einkommen verfügten.“
Vor 22 Jahren starteten die Schulungen in Trauerbegleitung, die damals in Deutschland einzigartig waren. 1998 begann ein anderes neuartiges Bildungsprogramm, die Schu-lungen für Mittagsbetreuung. Tausende von Grundschülern haben seitdem davon profi-tiert, dass der Frauenbund ihre Betreuerinnen gut vorbereitet auf ihre anspruchsvolle Tätigkeit. Derzeit gilt es, auf veränderte politische Vorgaben zu reagieren. Die Mittags-betreuungen sollen in Offene Ganztagsschulen überführt werden. Das Bildungswerk hat in Kooperation mit anderen Trägern neue Weiterbildungsmaßnahmen konzipiert, durch die Mittagsbetreuerinnen auch in der neuen Betreuungsform weiter in leitender Funkti-on beschäftigt werden können.
„Sofa-Seminare“ sind die neueste Innovation des KDFB-Bildungswerkes. Wer nicht mehr mobil ist, freut sich, wenn sich eine geschulte Bildungspatin und andere Teilneh-merinnen in persönlicher Atmosphäre treffen. „Aufsuchende Bildungsarbeit hat Zu-kunft“, ist sich Walburga Wittmann, die Vorsitzende des Bildungswerkes, sicher. „Die-ses Bildungsprojekt hat der KDFB entwickelt, weil er die Wünsche der aktiven älteren Generation sehr gut einschätzen kann.“
Neu unter den Führungskräfteschulungen ist die Reihe: „Was ist das eigentlich…“. Sie beleuchtet und hinterfragt aktuell diskutierte Begriffe aus der Gesellschaft und spannt gleichzeitig den Bogen zur Praxis. 2017 startet die Reihe mit dem Schlagwort „Interkul-turelle Kompetenz“. Auf die Teilnehmerinnen wartet mehr als Hintergrundwissen. Ge-boten werden auch praktische Übungen zu gelingender interkultureller Kommunikation im Alltag.
Das gesamte Programm mit Online-Anmeldemöglichkeit finden Sie unter: www.bildungswerk-kdfb-bayern.de.
Redaktion: Ulrike Müller-Münch
Bildungswerk des Bayeri-schen Landesverbandes des
Katholischen Deutschen Frauenbundes e.V.
Schraudolphstraße 1
80799 München
Tel. (089) 28 62 36
Fax (089) 28 62 37 99
info@frauenbund-bayern.de
www.frauenbund-bayern.de

Pressemitteilung: Arbeitszeiten an Lebensphasen anpassen26.01.2017 - 19:12

PRESSEMITTEILUNG
Arbeitszeiten an Lebensphasen anpassen
Köln, 12.01.2017 – Der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) begrüßt
die Pläne zur Einführung des Rechtsanspruchs auf befristete Teilzeit
als wichtige Stellschraube für die Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit, Familie
und Ehrenamt im Lebensverlauf.
Nach KDFB-Meinung sind Arbeitsmodelle notwendig, die es Frauen (und
Männern) ermöglichen, die berufliche Tätigkeit sowohl mit der Übernahme von
Sorgearbeit als auch mit ehrenamtlichem Engagement zu vereinbaren. Ein
erhöhtes Altersarmutsrisiko muss jedoch ausgeschlossen sein. „Die Weiterentwicklung
des Teilzeitrechts ist eine Chance, Arbeitszeiten den Lebensphasen
anzupassen. Mit diesem Vorhaben kann die so genannte Teilzeitfalle für
Frauen endlich besser geschlossen werden“, stellt KDFB-Präsidentin Dr. Maria
Flachsbarth fest.
Bedacht werden muss, so Flachsbarth, dass Arbeitnehmerinnen nicht gegeneinander
ausgespielt werden. „Die geplante Regelung, die voraussichtlich zunächst
vor allem in von Frauen dominierten Branchen Anwendung finden würde,
muss sowohl die Rechte und Interessen der Stelleninhaberin als auch die
der Stellenvertretung gleichermaßen berücksichtigen“, erklärt KDFBPräsidentin
Flachsbarth.
In Deutschland arbeiten ca. 10 Millionen Menschen in Teilzeit. Über 80 % von
ihnen sind Frauen, die vielfach unfreiwillig oder länger als beabsichtigt in einem
solchen Arbeitsverhältnis beschäftigt sind. Das hat gravierende negative
Konsequenzen für ihre Karrierechancen, die eigenständige Existenzsicherung
sowie eine ausreichende Altersvorsorge. Ein gesetzlicher Anspruch auf eine
zeitliche Begrenzung der Teilzeitarbeit und Rückkehr zur Vollzeitbeschäftigung
in Phasen von vermehrter Familien-, Sorge- und Ehrenamtstätigkeit trägt laut
KDFB zu einer zukunftsfähigen Arbeits- und Lebensgestaltung von Frauen und
Männern bei.
Ute Hücker
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) ist ein unabhängiger Frauenverband mit bundesweit
200.000 Mitgliedern. Seit der Gründung 1903 setzt er sich für eine gleichberechtigte Teilhabe
von Frauen in Politik, Gesellschaft und Kirche ein.

Familienpaten in Bayern14.12.2016 - 17:35

Pressemitteilung



Familienpaten Bayern: Erste Hilfe für Familien

5 Jahre Netzwerk Standorte in Bayern



München, 09.12.2016 – „Mit Gerlinde ist wieder viel Ruhe und Struktur in unser Familienleben zurückgekehrt.“ Marija I. ist noch immer sehr dankbar für die Unterstützung der Familienpatin Gerlinde S.. Sie hat Marija I. und ihre zwei Kinder für eine Zeitlang begleitet, ehrenamtlich, aber gut geschult und so grundlegend vorbereitet für ihre anspruchsvolle Aufgabe. Das Netzwerk Familienpaten Bayern feiert heute in München die Tatsache, dass es seit fünf Jahren bayernweit geschulte FamilienpatInnen gibt.



Das Netzwerk Familienpaten ist eine Hilfe, die ankommt. Die laufende Evaluierung belegt, dass sich durch die Patenschaften innerfamiliäre Schwierigkeiten verringern, die Überforderung abnimmt und soziale Netzwerke verbessern. Familienpaten werden von den Familien als Vertrauen weckende Einrichtung gut akzeptiert. „Da kommt nicht 'das Amt', sondern jemand mit Herz und Hand. Dieser Eindruck macht den Weg frei für eine gute Entwicklung“, Margot Czekal, Geschäftsführerin beim DKSB LV Bayern, spricht damit vermutlich das Geheimnis hinter dem Erfolg der Familienpaten Bayern aus.



Im Dezember 2009 haben sich vier Träger zum Netzwerk Familienpaten Bayern zusammengeschlossen: Deutscher Kinderschutzbund (DKSB), Landesverband Bayern, der Bayerische Landesverband des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB), der bayerische Landesverband der Familien- und Mütterzentren und bis 2012 das Zentrum Aktiver Bürger Nürnberg. Die Kooperation entwickelte gemeinsam ein Projekt, das Familien in ihren alltäglichen Herausforderungen unterstützt. Mit Förderung durch das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration war die Umsetzung gesichert.



„Wir stehen für professionell geschultes und begleitetes Ehrenamt als Baustein sozialer Verantwortung – ein Gewinn für die gesamte Gesellschaft! Diese Unterstützung für einen begrenzten Zeitraum steht allen Familien offen, die niederschwellig Entlastung und Orientierung suchen. Unser Konzept beruht auf Freiwilligkeit und Transparenz, denn nur akzeptierte Hilfe ist wirksam. Mit dieser kompetenten ehrenamtlichen Unterstützung kann frühzeitig Entlastung eingeleitet werden, die präventiv eine krisenhafte Entwicklung in Familien abwenden kann.“ Davon ist Walburga Wittmann, Vorsitzende im Bildungswerk des KDFB Bayern, überzeugt.



2011 wurden mit den ersten neun interessierten Standorten ‑ Ansbach, Bamberg, Fürth, Immenstadt, Kempten, Passau, München Trudering, Regen-Viechtach, Mühldorf-Waldkraiburg ‑ Kooperationsverträge geschlossen. Die Entwicklungsarbeit begleitete das Staatsinstitut für Familienforschung in Bamberg eng. Das Institut evaluierte die Projektphase der Familienpaten wissenschaftlich. Im gleichen Jahr starteten die Schulungen für die Koordinatorinnen. Sie haben die Aufgabe das Projekt vor Ort umzusetzen, die ehrenamtlichen Familienpaten zu schulen und zu betreuen und vor allem auch die Familien zu begleiten.



Zur Feierstunde in München kam neben den Vertreterinnen der Standorte auch Ministerialrat Robert Höcherl vom Bayerischen Sozialministerium: „Familien sind wichtig für unsere gesellschaftliche Zukunft. Gedeihliche Lebensbedingungen für Kinder und ihre Eltern stehen daher im Mittelpunkt der bayerischen Familienpolitik.“ Das Netzwerk Familienpaten Bayern blickt in die Zukunft: Es will weitere Kooperationspartner in möglichst vielen Orten gewinnen und ganz besonders die hohe Qualität im Netzwerk sichern, damit noch mehr Familien flächendeckend in Bayern diese wirkungsvolle, niedrigschwellige Unterstützung erhalten können.