Maiandacht – gestaltet von der KDFB Mengkofen

Getragen vom Glauben – Maria

war das Motto der Maiandacht am vergangenen Sonntag, die von einigen Mitgliedern des Frauenbundes Mengkofen gestaltet wurde.

Es ging um den Glauben Marias, der Mutter Jesu, und um unseren Glauben. Wir schauten auf Maria, die Gott ihr ganzes Leben, ihre Liebe und ihr Leid anvertraute, und wir finden dadurch Kraft und Freude für unseren Glauben.

Maria vertraut Gott ihr Leben an:

Im Lukasevangelium hörten die Gläubigen wie der Engelzu Maria kam und ihr verkündigte, dass sie einen Sohn zur Welt bringen würde. Jesus sollte sie ihn nennen. Er würde mächtig sein und er wird  Sohn Gottes genannt. Werden. Maria vertraute Gott und sagte: Ich gehöre dem Herrn, alles soll geschehen wie du gesagt hast. Marias Vertrauen ist genzenlos.

Maria vertraut Gott ihre Liebe an:

Als Maria und Josef das Kind in den Tempel brachten, um es Gott zu weihen, nahm Simeon Jesus in seine Arme, segnete die Familie und pries Gott. Maria hat im Tempel ihr geliebtes Kind, ihre ganze Liebe Gott anvertraut. Das gab ihr Kraft für alles was kommen sollte.

Maria vertraut Gott Ihr Leid an:

Bei dem Kreuz Jesu standen seine Mutter und die Schwester seiner Mutter und Maria von Magdala.

Maria ist da gewesen und hat Jesus beigestanden, so gut sie konnte. Gottes Ruf zum „Ja“ ist auch ein „Ja“ zum Leiden. Maria konnte unter dem Kreuz Gott ihr Leid anvertrauen, sie sagte: Mir geschehe, wie du es sagst.

So wie Maria getragen ist vom Glauben, so wurde zum Abschluss um einen festen Glauben und Vertauen zu Gott gebetet.

Die Unterschrift des Fotos:

Das Leben, die Liebe und das Leid Marias

Mindestlöhne erhöhen…..

Pressemitteilung
KDFB: Mindestlöhne erhöhen und nicht um Pflegeprämie streiten
Frauenbund fordert verbindlichen Tarifvertrag und besseren Personalschlüssel

München, 08.05.2020. Nach dem Streit um die Finanzierung der einmaligen Pflegeprämie fordert der Katholische Deutsche Frauenbund Landesverband Bayern (KDFB) anlässlich des Internationalen Tags der Pflege am kommenden Dienstag eine generelle finanzielle Aufwertung der Pflegeberufe und mehr Personal als Ausdruck echter Anerkennung von Pflegetätigkeiten. „Wertschätzung macht sich nicht einzig – aber vor allem – auf dem Gehaltszettel bemerkbar“, so KDFB Bayern-Vorsitzende Emilia Müller. „Als größter Frauenverband Bayerns fordern wir keine Symbolpolitik, sondern nachhaltige Verbesserungen und strukturelle Korrekturen“.

Der allgemeine Pflegemindestlohn und die tariflichen Arbeitsbedingungen kommen derzeit nur wenigen Beschäftigen zugute. Das liegt vor allem an der Struktur der Branche mit privaten, kommunalen und freigemeinnützigen Arbeitgebern. Ein einheitlicher, allgemein verbindlicher Tarifvertrag und ein angemessenes Gehalt wären nach Ansicht von Müller die besten Grundlagen für echte Wertschätzung und Achtung von Pflegetätigkeiten. Für Müller liegt die Lohnuntergrenze bei 15 Euro Stundenlohn für Fachkräfte, bei 12 Euro für Hilfskräfte.

Die im April gestartete generalistische Pflegeausbildung führt nun die drei Berufsfelder Krankenpflege, Kinderkrankenpflege und Altenpflege zusammen. Die neue Ausbildung bietet die Chance, Krankenpflege und Altenpflege anzugleichen, sowohl in Bezug auf Gehälter, aber auch auf Fortbildungen, Aufstiegschancen und Supervision.

Müller plädiert auch dafür, praxistaugliche Regelungen für eine verbindliche Personal-bemessung in der stationären Alten- und Krankenpflege zu finden. Die Aufgaben können mit einem höheren Personalschlüssel qualitativ besser bewerkstelligt werden. „Wer Zeit hat, sich um die Menschen, die ihm anvertraut sind, zu kümmern, arbeitet außerdem lieber Vollzeit“, so die KDFB Landesvorsitzende. Frauen in Pflegeberufen arbeiten wegen der körperlichen und psychischen Belastungen sehr oft in Teilzeit. Sie sind damit nicht nur von niedrigem Gehalt, sondern auch von den Auswirkungen ihrer Teilzeittätigkeit auf die Rente betroffen: „Finanzielle Aufwertung, aber auch mehr Vollzeittätigkeit, würde für viele Frauen bedeuten, dass sie im Ruhestand nicht auf die Grundsicherung zurückfallen“, so Emilia Müller.

Der Katholische Deutsche Frauenbund Bayern ist mit 165.000 Mitgliedern der größte Frauenverband des Freistaats. Gegründet 1911 von Ellen Ammann, setzt er sich aufbauend auf dem Fundament des christlichen Glaubens in vielfältigen Aktivitäten für Gleichberechtigung und Chancengleichheit von Frauen in Kirche, Politik, Gesellschaft und Wirtschaft ein. Zum Landesverband Bayern gehören außerdem das Bildungswerk, der Verbraucherservice, das Familienpflegewerk und die Landfrauenvereinigung.
Kontakt: Ulrike Müller-Münch, Referentin Öffentlichkeitsarbeit
mueller-muench@frauenbund-bayern.de

Bitte um Unterstützung

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich wende mich an Sie mit einer Bitte um Unterstützung: Im Rahmen meiner Doktorarbeit im Fach Pastoralpsychologie möchte ich herausfinden, wie es Menschen an Orten, die zur katholischen Kirche gehören, im Moment mit Veränderungen geht. Dabei ist sowohl an Einschnitte, Umbrüche oder Neuanfänge gedacht, die in der Pastoral vor Ort schon jetzt zu spüren sind, als auch an solche, die für die Zukunft gewünscht bzw. befürchtet werden.
Ich möchte Aufschluss darüber gewinnen, was im Moment Haupt- und Ehrenamtliche, aber gerade auch „ganz normale Gläubige“ zu Beteiligung (Proaktivität) motiviert oder was solche Haltungen vielleicht auch frustriert. Wie wichtig sind wahrgenommene Mitwirkungsmöglichkeiten und Freiräume? Welchen Einfluss haben soziale Beziehungen? Wie sehr fühlen sich Menschen der aktuellen Situation vor Ort gewachsen? Um diese und ähnliche Fragen wird es gehen. Anhand der Ergebnisse meiner Untersuchung kann – so erhoffe ich mir – noch besser verständlich werden, wo Menschen an Orten, an denen die katholische Kirche präsent ist, aktuell stehen und was sie brauchen, um ihr Christsein authentisch leben zu können.

Im Rahmen meiner Arbeit, die von Professor Dr. Dr. Dr. h.c. Klaus Kießling an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen (Frankfurt / Main) betreut wird, führe ich eine empirische Studie (Online-Befragung) durch. Um aussagekräftige Ergebnisse zu bekommen, benötige ich möglichst viele Teilnehmende: Frauen und Männer, Haupt- und Ehrenamtliche, aber gerade auch Menschen ohne spezielle Aufgabe oder eigenes Amt („ganz normale Gläubige“). Mitmachen können somit alle, die sich mit irgendeinem Ort in der katholischen Kirche verbunden fühlen: mit einer Kirchengemeinde, einem katholischen Verband, einer neuen geistlichen Bewegung, einem geistlichen Zentrum usw. Die Konfession der Teilnehmenden ist nicht wichtig.
Wichtig ist für mich, einen guten Querschnitt zu bekommen, das heißt möglichst vielen Menschen, die sich innerlich einem Ort der katholischen Kirche verbunden fühlen, die Möglichkeit zur Teilnahme zu geben. Nur dann ist davon auszugehen, dass ein realistisches Bild der gegenwärtigen Stimmungslage entsteht.

Deshalb wäre ich Ihnen sehr dankbar, wenn Sie den Link zur Befragung möglichst breit, das heißt an möglichst viele Personen aus Ihrem Netzwerk, weiterleiten könnten. Nützlich ist es mir auch, wenn sie auf den Ihnen zur Verfügung stehenden Informationskanälen für die Teilnahme werben: ob über E-Mail-Verteiler, Pfarrblatt, Mitgliedszeitschrift, persönliche Ansprache – alles ist möglich und hilfreich. Eine Kurzinformation, die dazu mit weitergeleitet werden kann, finden Sie im Anhang.

Durch Aufrufen des folgenden Links kann man bis zum 13.04.2020 an der Umfrage teilnehmen:
https://ww2.unipark.de/uc/Veraenderungen_/

Die Befragung dauert etwa 35 Minuten.Alle Angaben werden streng vertraulich behandelt, anonymisiert gespeichert und nur so ausgewertet, dass keine Rückschlüsse auf die einzelnen Teilnehmenden möglich sind. Als kleines Dankeschön haben alle Mitwirkenden die Chance, einen von drei Einkaufsgutscheinen im Wert von je 20 Euro zu gewinnen.

Die Ergebnisse werden im Anschluss veröffentlicht.

Bei Fragen oder wenn Sie an den Ergebnissen der Befragung interessiert sind, können Sie mich gerne kontaktieren: strunk@sankt-georgen.de

Mit herzlichen Grüßen und Dank für alle mögliche Hilfe

Theresia Strunk (Dipl.-Theol., Dipl.-Psych.)

KDFB zum Nachsynodalen Schreiben „Querida Amazonia“

PRESSEMITTEILUNG

KDFB zum Nachsynodalen Schreiben „Querida Amazonia“

Köln, 13.02.2020 – Der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) bezeichnet das Schreiben „Querida Amazonia“ (geliebtes Amazonien) von Papst Franziskus in weiten Teilen als ein starkes Dokument. Gleichzeitig äußert der Verband Enttäuschung und Unverständnis zu Aussagen über Frauen in der Kirche.

„Papst Franziskus weist einmal mehr auf den unauflöslichen Zusammenhang von Ökonomie, Ökologie und sozialer Gerechtigkeit hin. Er prangert Umweltzerstörung und Migration an, die durch die Zerstörung dieses Lebensraums erzwungen werden“, erklärt KDFB-Präsidentin Maria Flachsbarth. „Wir sind dankbar, dass er ein vehementer Verteidiger der Menschenrechte ist. Er stellt unmissverständlich fest, dass es eine Frage der Gerechtigkeit ist, die Stimme der indigenen Völker zu hören, damit sie das „buen vivir“ – das ‚Gute Leben‘ – verwirklichen können“, so Flachsbarth. Das Schreiben ist ihrer Meinung nach auch eine eindringliche Anfrage an den westlichen Lebensstil und die internationalen ökonomischen Beziehungen.

Kritisch äußert sich der KDFB zu den Aussagen über die Rolle von Frauen in der Kirche. „Die diesbezüglichen Aussagen des Papstes sind ausgesprochen paternalistisch und enttäuschend. Einmal mehr gilt für seine Ausführungen über ihre Rolle in der Kirche des Amazonasgebiets ein „Loben statt Weihen“, stellt Maria Flachsbarth fest. Papst Franziskus erkennt an, dass Frauen manchmal „jahrhundertelang die Kirche an diesen Orten mit bewundernswerter Hingabe und leidenschaftlichem Glauben aufrechterhielten“. Dennoch prognostiziert er, dass die Zulassung von Frauen zur Weihe „auf eine Klerikalisierung der Frauen hinlenken und den großen Wert dessen, was sie schon gegeben haben, schmälern“ würde.

Für den KDFB unverständlich ist, dass diese Furcht nicht auch die Männer betrifft. Die geteilte geistliche und sakramentale Verantwortung von Männern und Frauen wäre ein starkes Zeichen für die Erneuerungskraft der Kirche gewesen. Einmal mehr wurde jetzt eine Chance verpasst.

Dazu Maria Flachsbarth: „Schade – die Zeichen der Zeit werden immer noch nicht ausreichend beachtet. Warum ist das Aufrechterhalten des Zölibats wichtiger als die Sehnsucht der Gläubigen, regelmäßig die Eucharistie zu empfangen? Warum können berufene Frauen nicht mit der gleichen Sendung und Autorität das Evangelium verkünden und die Sakramente spenden wie berufene Männer? Als gläubige Christinnen werden wir nicht aufhören, dafür zu beten und zu arbeiten – für eine zukunftsfähige Kirche, in der Frauen unwiderruflich und gleichberechtigt mitwirken.“


Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) ist ein unabhängiger Frauenverband mit bundesweit 180.000 Mitgliedern. Seit der Gründung 1903 setzt er sich für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Politik, Gesellschaft und Kirche ein.


Mit herzlichen Grüßen
Ute Hücker

Organspende: KDFB lehnt Widerspruchslösung ab

PRESSEMITTEILUNG

Organspende: KDFB lehnt Widerspruchslösung ab

Köln, 14.01.2020 – Der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) spricht sich gegen die so genannte Widerspruchslösung bei der Organspende aus. KDFB-Präsidentin Maria Flachsbarth unterstreicht die Position des Verbandes, dass die Organspende eine bewusste und freiwillige Entscheidung bleiben muss. Der Bundestag wird am 16.01.2020 über eine gesetzliche Neuregelung der Organspende abstimmen.

„Wir begrüßen neue und passgenaue Maßnahmen, die Menschen ausdrücklich dazu ermutigen, sich mit der Frage nach einer Organspende auseinanderzusetzen, mit Angehörigen darüber zu sprechen und eine bewusste Entscheidung für oder gegen eine Organspende zu treffen. Eine Lösung, nach der jedem Menschen Organe entnommen werden dürfen, der nicht ausdrücklich widersprochen hat, ist weder mit dem Selbstbestimmungsrecht noch mit dem Recht auf körperliche Unversehrtheit vereinbar“, so Flachsbarth.

Aufgrund seiner christlichen Werthaltung hält es der KDFB zudem für geboten, dass medizinische Möglichkeiten einer Ethik der Menschenwürde zu- und unterzuordnen sind. Dies gilt auch für einen angemessenen Umgang und eine unterstützende Begleitung mit Sterbenden. „Die Organspende ist ein Akt der Nächstenliebe, der Verantwortung und der Solidarität. Sie ist eine sehr persönliche Entscheidung und muss uneingeschränkt respektiert werden“, erklärt KDFB-Präsidentin Flachsbarth.

Der KDFB unterstützt nachdrücklich das Ziel, in Deutschland mehr lebensrettende Organtransplantationen zu ermöglichen. Ein flächendeckendes Informations- und Beratungsangebot ist daher zwingend notwendig, um die Bevölkerung für die Organspende-Bereitschaft stärker zu sensibilisieren. Dies sollte laut Frauenbund zusammen mit zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren sowie Kirchen und Religionsgemeinschaften weiterentwickelt und ausgebaut werden.

Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) ist ein unabhängiger Frauenverband mit bundesweit 180.000 Mitgliedern. Seit der Gründung 1903 setzt er sich für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Politik, Gesellschaft und Kirche ein.


Mit herzlichen Grüßen
Ute Hücker

Pressemitteilung

KDFB zur Einführung einer Frauenquote in Diözesen
Köln, 13.03.2019 – Der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) begrüßt das von der Deutschen Bischofskonferenz gesteckte Ziel, bis 2023 eine Frauenquote von 30 Prozent in den Diözesen und überdiözesanen Zusammenschlüssen einzuführen.
KDFB-Präsidentin Maria Flachsbarth erklärt dazu: „Wir erwarten, dass diese Vereinbarung tatsächlich umgesetzt wird. Die Bischöfe haben nun die Aufgabe, mit konzeptionellen Umstrukturierungen zu beginnen und konkrete Maßnahmen zur Durchführung zu ergreifen. Dieses Vorhaben darf nicht auf die lange Bank geschoben werden. Die Kirche soll sich weiterentwickeln und nicht noch mehr Glaubwürdigkeit verlieren.“
Nach KDFB-Meinung braucht eine zukunftsfähige Kirche Mut, Vertrauen und die Bereitschaft zu Veränderungen. Es gibt genügend kompetente und charismatische Frauen, die auf mittleren und oberen Ebenen Leitungsaufgaben in der Kirche übernehmen können. Ihre gleichrangige Beteiligung gehört wesentlich zu einer partnerschaftlichen Kirche. „Das innovative Mentoring-Programm des Hildegardisvereins setzt hier an und bietet den Bistümern ein sehr konkretes Handlungsangebot. Für die Frauen entsteht damit ein wichtiges Netzwerk in der Kirche, das sie auch tragen kann, wenn sie eine Führungsposition angetreten haben“, so Flachsbarth.
Zugleich bekräftigt der KDFB die „Osnabrücker Thesen“ des Kongresses „Frauen in kirchlichen Ämtern. Reformbewegungen in der Ökumene“ von Dezember 2017. Sie beinhalten wesentliche Reformaspekte, u.a. die Einbeziehung von Frauen und Männern in die kirchliche Ämterstruktur. In diesem Zusammenhang dankt die KDFB-Präsidentin Bischof Bode ausdrücklich dafür, dass er die Ergebnisse des Kongresses für wichtig im Nachdenken über die Zukunftsfähigkeit der Kirche erachtet. 
Gerne unterstützt der Frauenbund die Bischöfe bei ihren Reformen zu mehr Geschlechtergerechtigkeit und Chancengleichheit in der katholischen Kirche. „Gemeinsam können wir viel bewegen und gestalten, denn eine lebendige und partnerschaftliche Kirche liegt uns sehr am Herzen“, so Flachsbarth
Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) ist ein unabhängiger Frauenverband mit bundesweit 180.000 Mitgliedern. Seit der Gründung 1903 setzt er sich für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Politik, Gesellschaft und Kirche ein.


Mit herzlichen Grüßen
Ute Hücker

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Ute Hücker
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Katholischer Deutscher Frauenbund e.V. (KDFB)

Welchen Wert hat die Arbeit von Frauen?
KDFB zum Equal Pay Day 
Köln, 14.03.2019 – Der bundesweite Equal Pay Day (EPD) steht unter dem Motto „WERTSACHE Arbeit“ und findet erneut am 18. März statt. Er markiert damit den Tag, bis zu dem Frauen länger arbeiten müssten, um auf das gleiche Gehalt zu kommen, das Männer bereits am Ende des Vorjahres erhalten. „Es ist nicht hinnehmbar, dass es eine geschlechterbezogene Lohnlücke gibt und die Arbeit von Frauen immer noch geringer wertgeschätzt wird als die Arbeit von Männern“, stellt KDFB-Präsidentin Maria Flachsbarth anlässlich des EPD fest.
Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) sieht weiterhin dringenden Handlungsbedarf seitens der Politik, Wirtschaft und Tarifpartner, um Lohngerechtigkeit und Gleichstellung von Frauen und Männern zu verwirklichen. Bei der Bewertung von Arbeit müssen laut KDFB gleiche Maßstäbe für Frauen und Männer angesetzt werden. „Gerechte Löhne müssen sich an Ausbildung, Aufgaben und Leistung orientieren und nicht am Geschlecht. Wer Frauen bei der Entlohnung diskriminiert, widerspricht dem Gesetz der Gleichberechtigung“, so Flachsbarth.
Um Lohngerechtigkeit zu erreichen, ist unter anderem eine Neubewertung der Tätigkeiten nötig. Dies gilt besonders für typisch weibliche Berufe, die vorrangig im Dienstleistungsbereich sowie in Sozialberufen zu finden sind. Hier ist die Entlohnung geringer als in anderen Arbeitsfeldern. 
„In der Gesellschaft muss das Bewusstsein geschärft werden, dass die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern später zur Rentenlücke wird. Für Frauen ist dies umso bedeutsamer, da sie aufgrund weiterer Faktoren wie z.B. familienbedingter Erwerbsunterbrechungen oder geringerem Beschäftigungsumfang ein erhöhtes Altersarmutsrisiko haben“, erläutert die KDFB-Präsidentin.
Das Thema „Lohngerechtigkeit“ hat für den KDFB eine besondere Bedeutung. Es ist daher Bestandteil der Kampagne bewegen!. Mehr unter: www.bewegen-kdfb.de

Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) ist ein unabhängiger Frauenverband mit bundesweit 180.000 Mitgliedern. Seit der Gründung 1903 setzt er sich für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Politik, Gesellschaft und Kirche ein.

KDFB: Schöpfung heilen statt zerstören


Köln, 04.09.2018 – Der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) ruft zur Beteiligung an der Aktion „Ökumenische Schöpfungszeit“ der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland auf. Das diesjährige Motto lautet „Von meinen Früchten könnt ihr leben“. Die bundesweite Eröffnung der Aktion, die bis zum 04.10.2018 dauert, erfolgt am 07. September mit einem „Schöpfungstag“.
Die Aktion der christlichen Kirchen fordert dazu auf, sich aus Überzeugung engagiert für die Bewahrung der Schöpfung einzusetzen. „Die Schöpfung ist kein Selbstbedienungsladen, der sein Angebot permanent erweitert und unbegrenzt zur Verfügung stellt. Nachhaltiges Denken und verantwortliches Handeln sind wesentliche und unverzichtbare Faktoren, die in allen Köpfen verankert sein müssen“, erklärt KDFB-Vizepräsidentin Rose Schmidt. Laut der Enzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus darf sich der Mensch das von der Erde nehmen, was er zum Überleben braucht. Er hat aber auch die Pflicht, die Natur zu schützen und zu pflegen. „Wer die Schöpfung zerstört, anstatt sie zu heilen, begeht Missbrauch an Lebensräumen und gefährdet die Menschheit“, so Schmidt.

Der KDFB setzt sich seit vielen Jahren für den Erhalt der Schöpfung ein und engagiert sich für eine nachhaltige Entwicklung. Dazu zählen sowohl der verbesserte Klimaschutz als auch ein bewusster Umgang mit Energie und Lebensmitteln, z.B. durch den Gebrauch regionaler und saisonaler Lebensmittel, fair gehandelter Produkte, die Vermeidung von Plastikmüll oder die Verwendung von ökologisch erzeugtem Strom.
Besonders die Landfrauenvereinigung des KDFB macht sich seit Jahrzehnten stark für eine intakte Natur. „Die Früchte der Erde und die Vielfalt an Pflanzen und Tieren ist ebenso wichtig wie die Sicherung zukunftsfähiger Lebensräume aller Menschen. Wir appellieren daher an die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft sowie an alle Menschen in unserem Land, sich stärker für die Bewahrung der Schöpfung und damit auch für weltweite Gerechtigkeit einzusetzen“, so Rose Schmidt. Ihrer Meinung nach regt die Ökumenische Schöpfungszeit Christinnen und Christen an, bewusst das eigene Verhalten zu überprüfen, die Stimme für eine lebenswerte Zukunft zu erheben und gemeinsam Gott für das Geschenk der Schöpfung zu danken.
Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) ist ein unabhängiger Frauenverband mit bundesweit 180.000 Mitgliedern. Seit der Gründung 1903 setzt er sich für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Politik, Gesellschaft und Kirche ein.