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Weltgebetstag der Frauen

5. März | 18:00

Weltgebetstag der Frauen – Worauf bauen wir?

Mengkofen (kb) Am Freitag lud der Katholische Deutsche Frauenbund Mengkofen ein zum alljährlichen Weltgebetstag der Frauen. Den diesjährigen Gottesdienst stellten Frauen aus Vanuatu zusammen und wählten das Motto „Worauf bauen wir?“.

Manuela Waser erklärte einleitend, dass Vanuatu ein Südseeparadies ist, eine kleine Insel nordöstlich von Australien. Exotische Tiere, Traumstrände, lachende Menschen und tropischer Regenwald mit Früchten im Überfluss, das ist die eine Seite von Vanuatu. Doch es gibt auch die Kehrseite: Vanuatu ist weltweit das Land, das am stärksten Gefährdungen durch Naturgewalten und den Folgen des Klimawandels ausgesetzt ist. Ein weiteres großes Problem ist die allgegenwärtige Gewalt gegen Frauen. Mehr als die Hälfte der Frauen kann von Gewalterfahrungen in der Partnerschaft berichten. Die Frauen aus Vanuatu sind es, die in diesem Jahr den Frauen weltweit die Frage stellten: „Worauf bauen wir? Was trägt unser Leben, wenn alles ins Wanken gerät?“ Mit starken Texten, thematisch passenden Liedern von CD und anschaulichen Bildern, die auf eine Leinwand projiziert wurden, befassten sich die Gottesdienstbesucherinnen mit dieser Frage. Im weiteren Verlauf ließen die Lektorinnen drei Frauen exemplarisch zu Wort kommen. Renate Neumeier sprach für Rhetoh, deren Eltern das Schulgeld nicht aufbringen und ihren Wissensdurst nicht stillen konnten. Sie hatte das Glück, sich in der Kirchengemeinde weiterbilden zu können und ernährt nun mit Handarbeiten ihre eigene Familie. Manuela Waser sprach für Mothy, die nach der Trennung ihrer Eltern bei den Großeltern zurückgelassen, später in die neue Familie des Vaters aufgenommen wurde, um dann wieder verstoßen und auf die Straße geschickt zu werden. Marianne Hofbauer sprach für Jacklynda, die als junges Mädchen vom Dorf in die Stadt ging, um im Gastgewerbe zu arbeiten. Leider fehlt ihr die nötige Ausbildung, so dass sie ihr Dasein in Armut fristet. Diese drei Frauen haben gemeinsam, dass sie Kraft aus dem Glauben schöpfen. Mit einem Auszug aus der Bergpredigt wurden die Besucherinnen des Gottesdienstes aufgerufen, gut zu hören und klug zu handeln. Der Weltgebetstag ist die größte und älteste weltweite ökumenische Frauenbewegung und setzt jedes Jahr ein Zeichen der globalen Solidarität unter Frauen.  Waser wies abschließend darauf hin, dass für die Kollekte am Ausgang ein Körbchen aufgestellt wäre, in das die Besucherinnen ihre Spenden legen könnten. Sie bedauerte es sehr, heuer nicht zum gemütlichen Beisammensein nach dem Gottesdienst einladen zu können und wünschte daher allen einen guten Nachhauseweg.

 

 

Details

Datum:
5. März
Zeit:
18:00